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Profi-Recherche mit Social Media-Tools

Quellen auswerten, Netzwerke von Zielpersonen analysieren, verborgene Tweets und Quotes beschaffen, Benutzernamen aufdecken, Web-Profile schärfen und mit Insider-Statistiken aus dem Web vervollständigen: in sozialen Netzwerken finden Rechercheprofis mit Spürsinn viele neue Herausforderungen – und oft frappante Ergebnisse. Wie funktioniert das, welche Tools muss man kennen, wie organisieren sich Experten – und was ist bei der Verifizierung der Funde zu beachten? Diese Fragen kläre ich zusammen mit Kollege Konrad Weber bei einem ganztägigen Kurs an der Schweizer Journalistenschule MAZ.

Young journalists look at how to report on the economic crisis

Der Kurs findet im Juni und im November statt – es hat noch freie Plätze.

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Job Change

Kaum in Zürich angekommen, hat sich meine Arbeit bereits wieder verändert. Ab sofort bin ich – neben meiner ursprünglichen Aufgabe – neu auch stv. Bereichsleiter von SRF News Online.

Ich freue mich sehr, wieder im tagesaktuellen Journalismus tätig zu sein und mit einem tollen Team einen Beitrag zur stetigen Weiterentwicklung dieser News-Site beitragen zu dürfen. Die Bereichsleitung besteht aus der Leiterin Sandra Manca und meinen Stv.-Kollegen Roland Specker.

Da mir u.a. unser Team in Bern direkt unterstellt ist, werde ich nun wieder regelmässig in Bern arbeiten – so bleibe ich mit der zweitschönsten Stadt der Schweiz auch beruflich verbunden.

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Facebook Account verifizieren – am Beispiel von Moritz Leuenberger

Verifizieren, verifizieren, verifizieren. Das predige ich intern immer wieder, wenn es um die Accounts prominenter Persönlichkeiten bei Facebook oder Twitter geht.

Aktuellstes Beispiel: Am Wochenende stiess ich bei Facebook auf einen Account, der sich als Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger ausgab. Der Account war neu (8. Februar 2013) und hatte rund 200 Freunde. Zum Beispiel die SP-Nationalrätinnen Bea Heim und Jacqueline Fehr, die Grüne Nationalrätin Katharine Prelicz-Huber, den Kommunikationsbeauftragten des DEZA sowie ein paar Journalisten und ein Journalistik-Professor.

Interessanter wurde der zweite Blick: Zwar hatte der ehemalige Medienminister noch keine Statements gepostet, aber Posts anderer User geteilt. Diese waren für einen Alt-Bundesrat ein bisschen arg sozial-kitschig im Sinne von “wir-müssen-die-Welt-retten”. Aber da ich – abgesehen von wenigen Kurz-Interviews – Moritz Leuenberger nicht persönlich kenne, war das noch kein Grund, dass bei mir die Alarmglocken läuteten.

Allerdings war ich ein wenig irritiert. Auffallend sind die “Likes”, die “Moritz Leuenberger” getätigt hat: Als erstes, gleich nach dem Erstellen des Accounts – die Page von FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen. Liked ein SP-Alt-Bundesrat wirklich zuerst die Page eines FDP-Nationalrats? Danach Basler Zeitung, Blick.ch, 20 Minuten und ein Fake-Profil von SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga, dazu noch das Guiness-Buch der Vollpfosten.

Das machte mich dann doch misstrauisch. Ich fragte bei Alt-Bundesrat Leuenberger nach. Ist das wirklich Ihr Account? Die Antwort kam schon nach wenigen Minuten – nein, es handle sich um einen Fake.

Daraus entwickelte sich im Laufe des Vormittags ein reger Mailverkehr. Ich fragte nach Zitaten für eine kurze Geschichte bei SRF News Online, Alt-Bundesrat Leuenberger erkundigte sich nach Möglichkeiten, den falschen Account sperren zu lassen.

Um Fake-Accounts zu melden, kennt Facebook zwei Möglichkeiten. Nicht-Mitglieder können diesen Link verwenden. Mitglieder klicken im Fake-Profil auf das FB-Button Symbol und wählen “Melden/Blockieren”.

Fazit: Bereits nach wenigen Stunden (!) löschte Facebook auf Intervention von Leuenberger hin den Account. Das Problem für den Alt-Bundesrat hatte sich erledigt und für mich auch die Publikation eines Artikels, da ja niemand mehr getäuscht werden konnte.

Den Blog-Post wollte ich aber trotzdem schreiben. Denn einmal mehr hat sich für mich bestätigt, bei neuen Accounts von prominenten Persönlichkeiten vorsichtig zu sein. Und im Zweifelsfall bei der Person direkt nachzufragen.

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Social Media in Kriegsregionen

Social Media wird auch in Kriegs- und Krisenregionen genutzt. Wie zum Beispiel bei der Propagandaschlacht zwischen der israelischen Armee und der Hamas auf Twitter.

 

Der TV-Sender Joiz strahlte zu diesem Thema eine halbstündige Diskussionssendung aus, an der ich als Gast teilnehmen durfte.

Weitere Links zum Thema gibt es bei Delicious.

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Was ist dieses Twitter eigentlich genau?

Twitter? Was ist das? Mit dieser Frage beschäftigte sich das “Echo der Zeit” in einer Sondersendung. Mit Beispielen aus dem US-Wahlkampf, Porträt einer Schweizer Twitterin und der Frage nach der digitalen Überforderung.

Die Sendung kann man hier nachhören. Gerade wer sich noch nie mit Twitter beschäftigt hat (und das ist weiterhin die Mehrheit des Publikums), sollte sich nach der Sendung ein besseres Bild machen können.

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Das VBS ist neu auf Twitter

Bundesbern wagt langsam aber sicher den Schritt zu Social Media. Nach Bundesrat Alain Berset oder Bundesratssprecher André Simonazzi, ist neu auch das Departement von Bundesrat Ueli Maurer mit 140 Zeichen auf Twitter unterwegs. Bereits auf Facebook ist Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf.

Nach 37 Tweets (Stand 17. November 2012) ist es zu früh für ein Urteil. Ich bin aber gespannt, wie sich dieser Kanal entwickelt.

Eine Liste mit den offiziellen Twitter-Accounts von Bundesämtern gibt es hier. Falls einer fehlen sollte, bitte bei mir via Twitter melden.

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Die Sache mit den Rankings

Mein Ego freut sich: Ich bin diese Woche gleich bei zwei Twitter-Rankings vorne mit dabei. Bei der Branchenzeitschrift Werbewoche wird aufgelistet, welche Schweizer Kommunikationsprofis die beliebtesten Twitter-Accounts haben. Die Marketing-Agentur Kuble macht das gleiche, berücksichtigt aber unter anderem noch das Klout-Ranking. (Zum Thema Klout gibt es einen lesenswerten Artikel bei netzwertig.com)

Mein Verstand meldet sich aber auch zu Wort: Was bringen diese Rankings eigentlich? Wer kann welchen Nutzen daraus ziehen? Ist es mehr als Spielerei? Vermutlich sollte man solche Listen nicht allzu ernst nehmen.